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Hilfe-Bereich/FAQ Japanisch

In Zeiten von OTF, OSX und Unicode hat sich die Bearbeitung komplexer Sprachsysteme wesentlich vereinfacht.

Ich möchte japanische Visitenkarten, Broschüren, Kataloge oder andere Druckerzeugnisse von meiner Druckerei drucken lassen. Was ist dabei zu beachten? Benötige ich einen Druckfilm?
Generell gibt es die Möglichkeit druckfertige Dateien von uns erstellen zu lassen. Diese können in Quark Xpress und Indesign erstellt werden. Die gängigsten Dateiformate sind EPS, PDF oder PS Dateien. Die Dateien können soweit aufbereitet werden, daß die Druckerei keine japanischen Schriftenfonts mehr benötigt.
Die vollständige Erstellung des Druckerzeugnisses in digitaler Form spart Kosten für Druckfilme und ist umweltfreundlicher.

Welche Dateiformate gibt es? Was ist das beste Format für mich?
Dies hängt ganz davon ab, was Sie vorhaben. Einige Formate sind für manche Zwecke besser geeignet als andere. Im Folgenden finden Sie eine kurze Erläuterung verschiedener gebräuchlicher Datei-Formate:
- DOC - Word Format (*.doc)/RTF - Rich Text Format (*.rtf)/TXT - Textdatei (*.txt)
Das Programm hat sich im Bereich Textübersetzung durchgesetzt. Viele Übersetzer arbeiten inzwischen in Word und liefern den "Rohstoff" Text in Dateien im Format *.doc oder *.rtf. Auch andere Programme unterstützen den Import und Export dieser Formate. Dazu gehören Word Perfect und Star Office. Star Office wird sogar kostenlos für Linux angeboten. Inzwischen hat sich das Projekt "Open Office" oder Neo Office für Mac gut weiterentwickelt und man kann unter der Adresse http://www.openoffice.org/ ein kostenloses Office-Paket laden, das auch mit Word- Dateien kompatibel ist.
Leider ist das Word-Format für Layout und Druckvorstufe völlig ungeeignet und muß erst mühevoll umformatiert werden. Am besten liefern Sie für Layoutzwecke Text- oder RTF-Dateien ohne Grafiken und Photos.

- PS - Postscript (*.ps)
Da Drucker kein Deutsch oder Japanisch und auch keine anderen Sprachen verstehen (ich meine die Maschinen), müssen Dokumente erst in eine Sprache übersetzt werden, die der Drucker bzw. Belichter auch versteht. D.h. Seitengröße, drucke hier einen Punkt und dort ... usw.. Die Dateien sind meistens sehr groß und werden per ISDN oder CD-ROM transportiert. Postscript ist kein Exportformat im herkömmlichen Sinn, sondern eine Seitenbeschreibungssprache, die erst am Ende einer Dokumentationserstellung zum Ausdrucken verwendet werden sollte. Weitere Infos zu Postscript finden Sie bei der Uni-Stuttgart.

- EPS - Encapsulated Postscript (*.eps)
EPS (Encapsulated Postscript) ist eine Form der Seitenbeschreibungssprache Postscript von ADOBE, entwickelt für den Datenaustausch in der Druckvorstufe. Die Dateien sind ähnlich einer Postscript-Druckdatei aufgebaut, haben aber im Header (Dateikopf) ein niedrigaufgelöstes TIFF-Bild oder neuerdings ein WMF-Bild, das im DTP-Programm angezeigt wird und zur Plazierung benutzt werden kann. Dabei wird ein EPS-File wie ein Bild behandelt. Weitere Infos zu Postscript finden Sie bei der Druckerei Dünnbier.

- PDF - Portable Document Format (*.pdf) PDF/X2
Adobe, Entwickler von PostScript, hat im Jahre 1993 das File-Format PDF vorgestellt. Die aktuelle Version ist 1.5 . Zur Bearbeitung von PDF-Files stehen verschiedene Werkzeuge unter der gemeinsamen Bezeichnung Acrobat zur Verfügung. Die Anzeige von PDF-Dateien kann mit dem kostenlosen Acrobat-Reader erfolgen. Weitere Infos zu PDF finden Sie bei der Druckerei Dünnbier.

- Datenübergabe - Tips zu speziellen Programmen
Infos hierzu finden Sie bei der Druckerei Dünnbier.

Welche Druckverfahren gibt es, welches ist das richtige für meine Zwecke?
Nun, dass hängt wieder ganz davon ab, was Sie vorhaben. Generell wird für größere Auflagen, auch für Visitenkarten der OFFSETDRUCK verwendet. Der OFFSETDRUCK liefert sehr gute Druckergebnisse, ist aber für kleinere Auflagen zu teuer. Für kleinere Auflagen hat sich in den letzten Jahren der Digital-Offsetdruck durchgesetzt. Beim Digital-Offsetdruck können die Druckdaten direkt in die Druckmaschine eingeladen werden. Es müssen keine Filme erstellt werden. Der Nachteil ist, das diese Druckmaschinen recht neu, teuer und noch nicht sehr verbreitet sind. Unserer Meinung nach wird sich dieses Druckverfahren allerdings durchsetzen, da in Zukunft immer kleinere Auflagen für bestimmte Zielgruppen gedruckt werden müssen.
Für Auflagen ab 2000 Stück eignet sich der traditionelle Offsetdruck. Für die Druckerei erhalten Sie von uns die Druckdateien, die dann in der Druckerei in der Belichter geladen werden.
Für Briefe, Visitenkarten mit kleinerer Auflagenmenge, usw. eignet sich auch der Laserdruck. Bitte lassen Sie sich hierzu von einer Druckerei vor Ort beraten.

Ich möchte Kundenbriefe oder Broschüren für den japanischen Markt erstellen lassen, machen Sie so etwas? Kann ich vorhandene Broschüren, die in Englisch geschrieben sind verschicken?
Ja! Wenn Sie schon eine deutsche oder englische Druckvorlage haben (vorzugsweise in Quark-Xpress oder Indesign CS) können wir das Layout übernehmen und den japanischen Text einbauen. Die deutsche Druckerei kann mit unserer Methode die Dateien ganz normal drucken.
Wir empfehlen generell für den japanischen Markt Kundenkommunikation in japanischer Sprache zu verfassen.
Wir raten generell davon ab, auch wenn die Versuchung aus Kostengründen groß ist, Broschüren oder Briefe in englischer Sprache zu verschicken. Die landen garantiert im Papierkorb!


Warum ist japanisch so kompliziert? Wie funktioniert das japanische Schriftsystem? Von oben nach unten oder rechts nach links?
Nun, Japanisch kann man heute von links nach rechts und oben nach unten schreiben. Man kann aber auch von oben nach unten und rechts nach links schreiben. Beim Letzteren handelt es sich um die traditionelle Schreibweise, die heute häufig noch für Briefe und in Zeitungen, Zeitschriften verwendet wird. Auch für Layoutzwecke kann man die eine oder andere vertikale Zeile einfügen. Im Internet oder für moderne Korrespondenz wurde die europäische Schreibweise von links nach rechts und oben nach unten übernommen.
Das japanische Schriftsystem besteht aus mehreren Systemen:
a) Kanji (im 4. Jh. aus dem Chinesischen entlehntes Schriftsystem mit 4000+ Zeichen, wovon ca. 1200 bis 2000 im Alltag gebraucht werden.

Die Kanji wurden zwischen dem 1. und 4. Jh. in Japan eingeführt. Eine genaue Zeitangabe ist nicht möglich. Das erste offiziell in Kanji geschriebene Dokument war das "Kojiki", im Jahr 712 verfaßt. Die Japaner entwickelten die mitgebrachten Kanji weiter und passten diese an das Japanische an. Auch wurden eigene Kanji entwickelt. Daneben das Hiragana und das Katakana.
Ursprünglich hatte jedes Kanji-Zeichen eine Bedeutung. Heute kann ein Zeichen mehrere Bedeutungen haben. Ein Kanji besteht aus bestimmten Bestandteilen, den Radikalen. Im Kanji-Wörterbuch werden die Kanji entweder nach der Anzahl der Striche, die zum Schreiben des Zeichens benötigt werden oder anhand der Radikalen nachgeschlagen.

b) das Hiragana (für grammatikalische Endungen an den Kanji und als Lautschrift für Kanji (Furigana).

Hiragana besteht aus 46 Grundzeichen und ist eine der drei japanischen Schriftarten. Es handelt sich hierbei um eine phonetische Schrift. D.h. das den einzelnen Zeichen nur Laute zugeordnet sind, die Kana aber keine eigene symbolische Bedeutung haben (vgl. die Kanji). Hiragana und Katakana bezeichnet man zusammen als "Kana". Also die japanische Lautschrift. Die ersten 5 Kana-Zeichen repräsentieren Vokale (a,e,i,o,u). Die übrigen 41 Zeichen bestehen aus einer Silbe, wobei einem Konsonanten ein Vokal folgt (na, ni, nu, ne, no). Von Kanji und Katakana lassen sich die Hiragana-Schriftzeichen aufgrund ihrer weichen, runden, schreibschrift- artigen Form leicht unterscheiden.
Hiragana wurde entwickelt, da die chinesischen Schriftzeichen alleine nicht ausreichen, um die japanische Sprache zu schreiben. Für grammatikalische Endungen oder Wörter, für die es keine chinesischen Schriftzeichen gab wurde eine phonetische Schrift benötigt.
Hiragana verwendet man, um Partikel und Verb- und Adjektivendungen zu schreiben. In Kinderbüchern und manchmal in Manga-Büchern steht neben dem Kanji in kleiner Schrift der entsprechende phonetische Laut in Hiragana (wird dann als Furigana bezeichnet). Es gibt ein monatlich erscheindendes Magazin für Ausländer in Japan, die "Hiragana Times", die neben den Kanji immer die Furigana stehen hat. In normalen japanischen Zeitungen und Magazinen gibt es kein Furigana mehr. Dadurch wird es dem Studenten der japanischen Sprache sehr erschwert sich japanische Texte zu erschließen.

c) das Katakana (46 Zeichen) (wie oben erwähnt für ausländische, entlehnte Wörter).

Wie das Hiragana auch besteht das Katakana aus 46 Zeichen. Es handelt sich hierbei um eine phonetische Schrift. D.h. das den einzelnen Zeichen nur Laute zugeordnet sind, die Kana aber keine eigene symbolische Bedeutung haben (vgl. die Kanji). Hiragana und Kata- kana bezeichnet man zusammen als "Kana". Also die japanische Lautschrift. Die ersten 5 Kana-Zeichen repräsentieren Vokale (a,e,i,o,u). Die übrigen 41 Zeichen bestehen aus einer Silbe, wobei einem Konsonanten ein Vokal folgt (na, ni, nu, ne, no). Katakana-Zeichen bestehen aus bis zu vier Strichen und sind eigentlich Bausteine von Kanji, d.h. die Katakana-Zeichen findet man in dem einen oder anderen Kanji wieder.

d) und zuguterletzt die lateinische Schrift (als exotische Würze in jedem Text).
Nun haben wir also 4 verschiedenen Schriftsysteme, die in einem Text, Brief, einer Broschüre alle gemeinsam auftauchen! Das es beim Satz zu Schwierigkeiten mit den Abständen zwischen diesen Schriftsystemen kommt ist eigentlich vorstellbar. Daher ist japanisches DTP und Satz zeitaufwändiger als bei Texten mit nur lateinischen Buchstaben.
Zuletzt muss noch erwähnt werden, dass es wie im Deutschen auch beim japanischen Schriftsystem eine Vielzahl verschiedener Fonts (Schriftarten) gibt. Im folgenden stelle ich einige vor:


Hier eine weiterführende Info zu Japanisch:
japanische Sprache und Schrift

Hier eine weitereführende Info zu Chinesisch:
chinesische Sprache und Schrift

Kann ich Japanisch auf deutschen Computern darstellen?
Ja. Für die Darstellung in Word 97 oder Office 97 müssen Sie die japanischen Zeichensätze installieren, die sich auf der Word 97 CD unter /Cdzugabe/Fareast befinden. Klicken Sie die Datei Jpnsupp.exe an. Der Zeichensatz wird dann installiert. Nachdem Sie den Computer neu gestartet haben, können Sie eine Word-DOC Datei mit japanischer Schrift anzeigen und drucken (bei manchen Laser-Druckern sind besondere Einstellungen nötig). Dies gilt auch für Koreanisch und Chinesisch. Unter Windows 2000 oder Windows XP wurde die Darstellung japanischer Schrift vereinfacht.


Kann ich mit den nun installierten Word-Zeichensätzen auch Änderungen am Text vornehmen?
Nein. Sie können den Text nur darstellen, die Schriftgröße ändern und drucken. Unter Windows 2000 und Windows XP gibt es die Möglichkeit eingeschränkt auch auf deutschen Computern japanischen Text einzugeben.

Ich habe kein Microsoft Word. Gibt es andere Möglichkeiten Japanisch auf meinem Computer darzustellen?
Ja. Es gibt ferner die Möglichkeit den Text als PDF-Datei oder als Grafikdatei (JPEG, GIF, TIFF) darzustellen. Für die Darstellung von PDF-Dateien benötigen Sie den Acrobat-Reader, den Sie sich aus dem Internet herunterladen müssen (siehe Link unter Download).



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